Es ist soweit. Ich stehe vor diesem großen, gähnenden Abgrund, und ich drohe hinunterzufallen. Mit jedem Tag den ich verschwende trete ich einen Schritt weiter an diesen Abgrund heran, und es scheint als könnte ich nichts dagegen tun, als würde es immer so weiter gehen.
Doch fangen wir doch von vorne an. Es war alles so schön. Ich hatte schöne 41 kg auf die Waage gebracht, war meinem Traumkörper so unglaublich nahe, doch dann kam dieser Abgrund, der diesen starken Sog hatte, und ich war so nah an ihn rangetreten, hatte einen Blick hineingeworfen, und nun wiege ich stattliche 49 kg. Einfach so. Die Zeit war verflogen, immer schneller und schneller, wirbelte herum, und da stehe ich. Ímmer mit der Ausrede: Morgen wird alles besser, morgen werde ich nicht nachgeben, morgen werde ich keine FA haben. WIe oft habe ich das nun schon gedacht? Zu oft.
Doch was kann ich machen als weiter zu hoffen, zu träumen, zu wünschen, dass ich doch noch die Kurve kriege, und endlich, endlich schaffe auf mein Traumgewicht zurückzukommen? Dem Essen die Kontrolle zu entziehen und selbst das Zeptar wieder in die Hand zu nehmen?
Ich kann mir nicht helfen. Ich versuche alles, doch es scheint als würde es mir doch nichts nützen. Es ist so schwer.
Doch ich rappel mich noch einmal auf. Schaue nach vorne, und beginne wieder da wo ich vor Monaten stand: Von vorne.
Stay strong- keep on dreaming